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Was ist COPD?

COPD - eine Volkskrankheit

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD ist eine weit verbreitete Volkskrankheit, von der bereits heute mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind – Tendenz steigend. Das Wort „chronisch“ heißt „dauerhaft“ und „obstruktiv“ steht für die Verengung der Atemwege. COPD wird vor allem durch Zigarettenrauch oder durch andere eingeatmete Schadstoffe wie z.B. Chemikalien, Rauch-und Abgase ausgelöst, die zu einer Entzündung in der Lunge führen. Aufgrund dieser dauerhaften Entzündungsherde kommt es im Verlauf der Erkrankung häufig zu akuten Verschlechterungen und schließlich zur teilweisen Zerstörung des Lungengewebes (Lungenemphysem), die nicht mehr regulierbar ist. Zudem können bei COPD die Entzündungsprozesse auch andere Organe des Körpers beeinträchtigen und Folgeerkrankungen vor allem am Herzen auslösen.

COPD Infografik - Entstehung des Lungenemphysems
Chronische obstruktive Bronchitis + Lungenempysem = COPD

Die Lunge – Aufbau und Aufgabe?

Um die Hintergründe und die Entstehung einer COPD zu verstehen, lohnt ein Blick auf den Aufbau der Lunge: Diese liegt im knöchernen Brustkorb und sieht aus wie ein auf den Kopf gestellter Baum mit zwei Kronen, den beiden Lungenflügeln. Der Baumstamm entspricht der Luftröhre, von der sich zunächst zwei dicke Äste nach links und rechts abzweigen. Diese wiederum verzweigen sich in die Bronchien, immer weiter bis in die kleinsten Abschnitte, die Bronchiolen. Hier sitzen die etwa 300 Millionen Lungenbläschen, die für den notwendigen Gasaustausch mit dem Blut zuständig sind. Die Lungenbläschen sind mit einem Geflecht aus winzigen Blutgefäßen überzogen, die Sauerstoff an das Blut abgeben und Kohlendioxid zum Abtransport durch das Ausatmen aufnehmen.

  • COPD Details
  • COPD Querschnitt

Durch die Lungenbläschen entsteht eine Fläche von insgesamt etwa 140 Quadratmetern, die eine große Angriffsfläche für Rauch, Staub und Umweltgifte bieten. Alle Bronchien sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die von hauchfeinen Flimmerhärchen bedeckt ist. Diese Härchen befeuchten einerseits die eingeatmete Luft, andererseits werden durch ihre Bewegung eingeatmeter Staub, Pollen und Bakterien wieder nach außen befördert. Flimmerhärchen und Schleimhaut sind sehr empfindlich und werden durch Reizstoffe wie Zigarettenrauch, Luftschadstoffe und häufige Infektionen geschädigt. Dadurch geht die wichtige Reinigungs- und somit Abwehrfunktion immer mehr verloren und Entzündungen können sich ausbreiten.