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FAQ



    COPD und Rauchen

    1. Ich rauche seit Jahren. Wie kann ich Schritt für Schritt aufhören?

    Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über passende Raucherentwöhnungsprogramme. Es lohnt sich: Sie husten weniger und verlangsamen das Fortschreiten der COPD. Darüber hinaus sparen Sie Geld und haben einen besseren Geschmack im Mund. Alles in allem steigt Ihre Lebensqualität. Raucherentwöhnungsprogramme und Selbsthilfegruppen finden Sie hier.

     

    2. Wie lange benötigt meine Lunge zur Regeneration, wenn ich aufhöre zu rauchen?

    Das Rauchen aufzugeben, ist in jedem Alter sinnvoll. Der gesamte Körper sowie die Lunge können sich wieder teilweise regenerieren. Sollte bereits eine COPD-Erkrankung vorliegen, kann durch den Rauchstopp das Voranschreiten der Krankheit verringert werden. Auch das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, kann durch den Verzicht auf Rauchen verringert werden.

     

    3. Wie kann ich das Risiko, an COPD, zu erkranken verringern?

    Hauptursache der COPD ist das Rauchen. Inwiefern Feinstaub und Umweltverschmutzung dazu beitragen, ist noch unklar. In jedem Fall begünstigen sie eine Atemwegserkrankung wie COPD. Um ein Erkrankungsrisiko zu verringern, sollten Sie das Rauchen einstellen. Ebenso wird empfohlen, sich zu bewegen. Treiben Sie regelmäßig Sport, um die Lungenmuskulatur zu stärken. Kurieren sie Atemwegserkrankungen wie Bronchitis oder Erkältungen richtig aus, damit keine chronische Entzündung zurückbleibt, die sich zu einer COPD ausweitet.

     

    4. Ich leide seit Kurzem unter Atembeschwerden und rauche / habe jahrelang geraucht. Was kann ich tun?

    Zunächst sollten Sie das Rauchen einstellen und  mit Ihrem Hausarzt über ihre Probleme sprechen, da Atembeschwerden ein ernstzunehmendes Anzeichen für eine Atemwegserkrankung wie COPD sein können.

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    Der Verdacht einer COPD-Erkrankung

    5. Bei welchen Symptomen sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden?

    Werden Sie bereits am Morgen durch Husten mit starkem Auswurf geweckt? Geraten Sie beim Treppensteigen in den zweiten Stock bereits außer Atem? Dies können erste Anzeichen für eine COPD sein. Sie sollten die beobachteten Veränderungen mit Ihrem Hausarzt besprechen und dort auch einen Lungenfunktionstest durchführen lassen. Ihr Hausarzt wird Sie bei akutem Verdacht an einen Lungenfacharzt überweisen.

     

    6. Wie wird COPD diagnostiziert, was sind die entscheidenden Symptome?

    Eine genaue Diagnose stellt der zuständige Arzt durch eine ausführliche persönliche Anamnese sowie einen Lungenfunktionstest. Liegt Ihr Lungenvolumen unter 70% ist bereits von einer leichten COPD die Rede. Entscheidende Symptome sind Atemnot und die vermehrte Schleimbildung der Atemwege, darauf folgt Husten mit Auswurf. Akute Atembeschwerden treten im Anfangsstadium der COPD meist noch nicht auf, obwohl sich das Lungenvolumen bereits verringert hat.

     

    7. Ich habe Anzeichen einer COPD-Erkrankung, obwohl ich nie geraucht habe. Kann das sein?

    Die Wahrscheinlichkeit an COPD zu erkranken, obwohl man nie geraucht hat, ist gering, unmöglich aber nicht. Durch Passivrauchen, Feinstaub- und zunehmende CO2-Belastung werden Atemwegsentzündungen begünstigt. Auch eine verschleppte Bronchitis kann sich in der Lunge festsetzen und sich im weiteren Verlauf zu einer COPD entwickeln. Sollten Sie also typische COPD-Beschwerden, wie permanenten Husten und Kurzatmigkeit bei sich beobachtet haben, konsultieren Sie auf jeden Fall Ihren Hausarzt.

    Auslöser für COPD-typische Beschwerden kann grundsätzlich auch ein sogenannter Alpha1-Antitrypsinmangel sein. Bei dieser erblichen Stoffwechselerkrankung ist der Plasmaprotein-Stoffwechsel gestört, was im Zeitverlauf zu Leberzirrhose und Lungenemphysem führen kan

     

    8. Ich leide unter Asthma. Worin unterscheidet sich die Krankheit von COPD?

    Asthma und COPD sind zwei unterschiedliche Erkrankungen, die zu einer Verengung der Bronchien und damit Atemnot führen können.

    Merkmale

    Asthma

    COPD

    Häufigste Ursache

    Allergien

    Rauchen

    Verlauf

    Episodisch aufkommende Verschlechterung oder auch Verbesserung der Beschwerden

    Stetig voranschreitende Verschlechterung

    Hauptbeschwerden

    Atemnot, die anfallsartig auftritt

    Atemnot, die unter Belastung auftritt

    Therapiemaßnahmen

    Unterschiedliche Ansätze: Bei allergischem Asthma werden vorbeugende Medikamente eingesetzt. Grundsätzlich dient das Asthmaspray zur Regulierung aufkommender Atemnot.

    Entzündungshemmende und atemwegserweiternde Therapieansätze

     

    9. Seit Wochen leide ich unter starken Hustenanfällen, besonders am Morgen. Könnten das bereits Anzeichen für COPD sein?

    Der morgendliche Husten sollte als erstes Anzeichen ernst genommen werden. Obwohl es nicht gleich ein Signal für COPD sein muss, können durchaus auch andere Atemwegserkrankungen wie z.B. Bronchitis oder eine verschleppte Erkältung vorliegen. Um einem dauerhaften gesundheitlichen Schaden vorzubeugen, sollte zur Sicherheit der Hausarzt konsultiert werden.

     

    10. Gehöre ich zur COPD-Risikogruppe?

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    Fragen rund um die COPD-Erkrankung und ihre Folgen

    11. Was sind häufige Begleiterkrankungen der COPD und wie kann ich diesen entgegenwirken?

    Die häufigsten Begleiterkrankungen sind Herzschwäche, Lungenversagen, Lungenentzündung, Muskelschwund und Osteoporose. Häufig treten bei den Betroffenen außerdem depressive Verstimmungen auf. Um das Risiko von Begleiterkrankungen möglichst gering zu halten, sollten Sie durch körperliche Aktivität und eine gesunde Ernährung vorbeugen. Durch regelmäßige Bewegung bleibt das Herz- / Kreislaufsystem aktiv, wobei die Körper- und Lungenmuskulatur gestärkt wird. So lassen sich Atem- und Lungenbeschwerden minimieren. Kontakte zu einer Sportgruppe oder Gesprächsrunde können Patienten bei depressiven Verstimmungen helfen.

     

    12. Ich leide bereits unter einer COPD-Erkrankung und habe den Verdacht auf eine zusätzliche Bronchialinfektion. Was sollte ich als Nächstes tun?

    Eine Bronchialinfektion ist ein ernstzunehmendes Anzeichen für eine Exazerbation und gilt als Hauptursache für das Voranschreiten der Krankheit. In jedem Fall sollten Sie dringend Ihren Lungenfacharzt aufsuchen, um die akute Infektion gezielt zu behandeln.

     

    13. Welche therapeutischen Maßnahmen kann ich neben der Einnahme von Medikamenten anwenden?

    Neben der Einnahme von Medikamenten ist ausreichend Bewegung die beste Therapie. Durch regelmäßigen Lungensport bleibt auch das Herz- / Kreislaufsystem aktiv, wobei die Körper- und Lungenmuskulatur gestärkt wird. So lassen sich Atembeschwerden minimieren.

     

    14. Muss ich als COPD-Patient auf eine bestimmte Ernährung achten?

    Sie sollten Ihren Körper nicht unnötig belasten. Ihr Körpergewicht sollte im Normalbereich liegen, d.h. Ihr Body-Mass–Index (BMI: Körpergewicht in kg/(Körpergröße in Metern)2 sollte daher zwischen 21 und 24 (Normalgewicht) liegen. Übergewicht belastet die Lunge, da so vermehrt Sauerstoff benötigt wird. Außerdem macht  Übergewicht  zunehmend träge. Untergewicht tritt bei COPD-Erkrankten häufiger auf als Übergewicht, und ist oftmals ein Anzeichen für den Abbau von Muskulatur. Grundsätzlich ist ein untergewichtiger Körper nur bedingt belastbar, was sich insbesondere bei Exazerbationsschüben bemerkbar macht. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder einem Ernährungstherapeuten beraten.

     

    15. Geht mit einer COPD-Erkrankung immer ein Lungenemphysem einher?

    Nein, die COPD kann auch ohne eine Überblähung der Lunge auftreten. Abhängig vom Sauerstoffgehalt im Blut, den wir beim Einatmen aufnehmen, überbläht die Lunge oder auch nicht. Wird ausreichend Sauerstoff eingeatmet, findet genügend Gasaustausch in der Lunge statt. Die Lungenbläschen entleeren sich beim Ausatmen vollständig. Eine Überblähung findet nicht statt.
    Solange Betroffene aktiv bleiben und ihre Lunge regelmäßig trainieren, wird das Risiko eines Lungenemphysems reduziert.

     

    16. Muss es bei einer COPD-Erkrankung zwangsweise zur Lungentransplantation kommen?

    Nein, eine Lungentransplantation ist nicht zwangsweise notwendig. Durch eine umfangreiche Therapie ist es möglich die COPD zu stabilisieren. Atemwegserweiternde und entzündungshemmende Medikamente können den Verlauf der Krankheit verlangsamen. Ihr Lungenfacharzt kann Sie hier entsprechend beraten.

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    COPD-Symptome und die richtige Art der Behandlung

    17. Wie kann ich Exazerbationsschübe vermeiden bzw. lindern?

    Völlig vermeiden können Sie Exazerbationsschübe nie, da die COPD eine voranschreitende Krankheit ist. Durch eine umfangreiche Therapie ist es jedoch möglich den Verlauf zu verlangsamen, die Exazerbationen zu reduzieren bzw. die Krankheit zu stabilisieren. Ihr Arzt wird mit Ihnen eine geeignete atemwegserweiternde und entzündungshemmende Therapie besprechen. Zudem ist richtige Ernährung und Aktivität sehr wichtig. Durch Bewegung können Sie den Abbau der Lungenmuskulatur verhindern, wobei Sie Atembeschwerden verringern.

     

    18. Ich habe in den letzten Tagen häufiger gehustet als sonst. Ist das schon ein Exazerbationsschub?

    Vermehrter Husten alleine muss kein Anzeichen für einen Exazerbationsschub sein. Häufig gehen mit einer Verschlechterung der COPD grippale Infekte einher. Fieber, Schwitzen, Husten, Frieren und Gliederschmerzen sind häufig Begleiter der Exazerbation. Um ganz sicher zu sein, sollten Sie unbedingt Ihren Hausarzt oder Lungenfacharzt konsultieren.

     

    19. Wie verhalte ich mich als Angehöriger eines COPD-Betroffenen bei akuter Atemnot? Wie kann ich am besten helfen?

    Betroffene durchleben während der akuten Atemnot panische Angst, daher sollten Sie den Patienten zunächst beruhigen.

    • Betroffenen hinsetzen ( in aufrechter Haltung!)
    • Beengende Kleidung (z.B. Gürtel, Krawatte, Hemden, Halsketten, Halstücher, BH) öffnen bzw. ausziehen
    • Für frische Luft sorgen
    • Notarzt rufen!

     

    20. Ist es trotz Atemnot sinnvoll, weiterhin Sport zu treiben?

    Bei akuter Atemnot nicht. Bei leichten Atemnotbeschwerden sollten Erkrankte jedoch auch weiterhin Sport treiben. Spaziergänge, Lungensport oder Gymnastik trainieren die geschwächte Lungenmuskulatur. Das Atmen fällt mit der Zeit wieder leichter. Je regelmäßiger sich Patienten bewegen, desto langfristiger wird das Atmen erleichtert. Ihr Arzt wird Sie beraten.

     

    21. Wie gehe ich mit dem „Peak-Flow-Meter“ richtig um?

    Folgende Stichpunkte sind beim Messen zu beachten - Ihr Facharzt kann Sie dazu auch beraten:

    • Immer in gleicher Körperposition messen
    • Gerät waagrecht vor den Mund halten
    • Messzeiger vor der Messung auf Null stellen
    • Tief atmen und kurz die Luft anhalten
    • Mundstück mit den Lippen umschließen
    • Schnell, kurz und mit aller Kraft ausatmen (wie beim Auspusten einer Kerze)
    • Drei Messungen durchführen
    • Den höchsten Wert im COPD-Tagebuch notieren

     

    22. Wie inhaliere ich richtig?

    Folgende Schritte zur Durchführung beachten - Ihr Facharzt kann Sie dazu auch beraten:

    • Schutzkappe von Dosieraerosolen entfernen und Mundstück auf Sauberkeit überprüfen
    • Dosieraerosole kräftig schütteln
    • Senkrecht zwischen Finger und Daumen halten
      ODER
    • Pulverinhalatoren öffnen
    • Bequem aber so tief wie möglich ausatmen
    • Inhalation auslösen
    • Direkt zu Beginn der Inhalation kräftig durch den Mund einatmen und Luft ca. 8 Sekunden anhalten
    • Langsam über die „Lippenbremse“ ausatmen
    • Nächste Inhalation frühestens nach einer Minute durchführen

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    Selbsthilfegruppen

    23. Wo finde ich Kontaktinformationen zu Selbsthilfegruppen in meiner Region?

    Grundsätzlich bietet das Internet eine große Informationsquelle. Auch Ihr Arzt wird Ihnen gerne weiterhelfen.

    24. Was genau ist die Initiative „Mein Leben mit COPD“?

    „Mein Leben mit COPD“ ist eine Initiative von Takeda Pharma. Sie bietet eine Anlaufstelle für COPD-Erkrankte und deren Angehörige. Sie hilft die Krankheit zu verstehen und gibt nützliche Tipps für den Alltag.

    25. Gibt es für mich als Angehörigen auch Selbsthilfegruppen?

    Sollten Sie das Gefühl haben, dass Ihnen alles über den Kopf wächst und Sie einen Gesprächspartner benötigen, der Ihnen nützliche Hinweise gibt, sind Sie auch als Angehöriger in jeder COPD-Selbsthilfegruppe willkommen.

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